Martin Leander

Musik ist befreiend. Musik ist Therapie. Musik bringt Menschen zusammen und schafft gemeinsame Erlebnisse.

Ich wuchs auf wie jeder durchschnittliche Teenager in den 80er  Jahren. Zu den damaligen Highlights gehörte die Angie Gold Talentshow. Ich gehörte zu den
begeisterten Zuhörern die der Show nachreisten in welchem Club in NRW sie auch immer stattfand. Dort lernte ich Sabine kennen. Sabine hatte 2 Songs.
Sie sang „Self Control “ und einen italienischen Song und sie war wirklich gut. Zum damaligen Zeitpunkt war es schwer ein eigenes Playback zu bekommen.
Man musste es sich in einem Studio einspielen lassen. Heute gibt es Karaoke und Playbacks mit denen man sich leicht ausprobieren kann um seine
Leidenschaft für das Singen zu entdecken.
Die Angie Gold Show ist verblasst. Sie wurde durch die Karaoke Welle in den 90ern abgelöst. Hier konnte jeder
frei nach Schnauze einfach drauf los singen und wir hatten eine Menge Spaß.


Nach der Lehre zum Bürokaufmann jobbte ich in Fitnesscentern, in der Gastro, bei Promotion Agenturen und als freier Mitarbeiter bei einer Wochenzeitung.
Parallel dazu besuchte ich eine Heilpraktiker Schule. Ich zog Mitte der 90er nach Dortmund. Dort begann die Karaoke Welle. Mit einem guten Freund
zusammen gingen wir da regelmäßig hin und sangen nach einigen Promille was das Zeug hält. Zu Hause setzten wir uns hin und schrieben eigene Texte
die wir dann an den Karaoke Abenden mit einbrachten. Es hat uns große Freude bereitet.  


Ich war nie zufrieden mit mir. Vielleicht lag es daran das man die Tonlagen singen musste die die Playbacks nun mal vorgaben ob die Stimme da rein passt
oder nicht. Meistens nicht. Daher beschloss ich eine Gesangsausbildung zu machen bei der Musikschule Jellinghaus in Dortmund. Dort erfuhr ich das meine
Stimme im Bariton liegt und ich in der Lage bin bis zu 2 ½ Oktaven zu singen. (theoretisch)


Ich schrieb dann weiter Texte die in meiner Schublade verschwanden. Die Karaoke Welle verblasste und der Alltag bestimmte mein Leben wie bei fast allen
Menschen auch. Durch verschiedene Jobs kam ich immer wieder mit Menschen aus der Musikbranche zusammen. So lernte ich auch meinen Produzenten
Holger Schreiber kennen. Wir haben eine Menge Playbackaufnahmen zusammen gemacht und Holger hat mir sehr dabei geholfen mit meiner Stimme in den
Schlagerbereich zu kommen. Es ist doch ein Unterschied ob man Karaoke macht oder einen Song aufnimmt.


„Wo schläfst Du “ brachte Marianne erstmals 1991 auf einem Album heraus. Die Ballade traf mich vor allem durch den Text mitten ins Herz. Es blieb dabei
das der Song mich viele Jahre immer wieder in meinem Leben durch selbst erlebte Situationen begleitet hat. So sollte er mich auch ein letztes Mal begleiten.
Ich beschloss den Song aufzunehmen und fragte meinen Produzenten ob er mir ein Playback dazu einspielen könne. Holger schlug vor den Song zu
veröffentlichen weil er daraus einen richtig guten Track gezaubert hat. Und so stehe ich jetzt hier, überzeugt davon das es viele Menschen da draußen gibt
die sich davon angesprochen fühlen.


Gefühle verarbeitet man am besten durch Musik. Menschen wollen dem Alltag entfliehen. Singen, Lachen und Tanzen. Vielleicht trägt „ Wo schläfst Du „
dazu ein wenig bei.
Das Cover war eine schwere Geburt. Ich habe mir so etwas wirklich einfacher vorgestellt. Ich arbeite heute als personal Trainer und
Sporttherapeut. Mit der Musik entfliehe auch ich dem Alltag. So wird es auch nicht bei einem Song bleiben. Ich schreibe auch wieder Texte.
Schon bald wird es einen weiteren Titel von mir geben. Einfach nur so. Einfach für alle.

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